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Heike Hagemann

3. Fotoabend Gambia “hautnah”

Trotz Sommerferien haben sich wieder fast 50 Besucher zum 3. Fotoabend Gambia „hautnah“ im Lebensart Cafe in Dortmund eingefunden. Berichte von unserer Schule in Brufut und Sintet sowie viele kleine Geschichten von unterwegs wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. In der Pause hat Miriam Lehmann fleißig Spenden für Genähtes unserer Schneidereien oder auch für den aus Gambia mitgebrachten Honig gesammelt. Unterstützt wurden wir wieder von den Trommlern um Anke Filipiak.  Besonders freuen wir uns über drei neue Mitgliedschaften.

Weitere Informationen u. a. einen kleinen Filmzusammenschnitt hinterlegt mit der neuen Vereinshymne der Gambianer zum 20jährigen Vereinsjubiläum finden Sie auf Heike Hagemanns Blog https://gambia-dortmund.de .

Fußball lieben Alle

Sobald die gambischen Kinder und Männer einen Fußball vor sich haben, wird egal wo, gekickt. Auch in Raigering (Stadtteil Amberg) wird im Pandurenpark erfolgreich Fußball gespielt. Die Jugend übergab an Socialis for The Gambia e.V. ausrangierte Trikotsätze und Fußbälle, die in Gambia dann an Fußballmannschaften und begeisterte Fußballer übergeben werden.

Rainer Ehbauer am Bild links überreichte Thomas März-Kronfeld, Bild Mitte, mit den Kindern der F Jugend die Trikots und Bälle

Women only – ein Garten nur für Frauen

Ein neu eingerichteter Frauengarten auf dem Grundstück des Ausbildungszentrums in Sintet, The Gambia, ermöglicht über 15 Frauen den selbständigen Anbau von Obst und Gemüse.

Auf dem weitläufigen Gelände, auf dem der Verein Socialis for The Gambia e.V. bereits eine Landwirtschaftsschule und eine Schneiderei eingerichtet hat, war trotz großem Schulgarten noch ungenutzte Fläche vorhanden. Auf eigenen Wunsch der Bewohner des Dorfes Sintet wird diese Fläche nun engagierten Frauen zur Verfügung gestellt, die dort Früchte und Gemüse zum Eigenbedarf sowie zum Verkauf auf dem Markt anbauen können. Durch die Erträge können die Frauen einen Teil zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen. Ein gebohrtes Brunnenloch mit Pumpe und Hochbehälter versorgt das gesamte Grundstück mit Wasser, dadurch können die Pflanzen auch außerhalb der Regenzeit bewässert werden. Auch sind die Erträge somit unabhängig vom eigentlichen Bewässerungssystem im Dorf, das teilweise ungenießbares Wasser führt.

Die Frauen sind nun überglücklich ihr eigenes Beet im Frauengarten bewirtschaften zu können und kommen täglich zum Sähen, Gießen und Pflegen der verschiedenen Pflanzen. Ab November können dann die ersten Tomaten, Zwiebeln oder Süßkartoffeln geerntet werden. Da die Regenzeit in Gambia dieses Jahr erst im August, statt wie üblich im Juni, begann, verschiebt sich auch die Erntesaison um einige Wochen. Dennoch freuen sich schon Alle auf eine gute Ernte.  

Neben dem Frauengarten hat auch das Ausbildungszentrum nach den Sommerferien wieder eröffnet. In diesem Schuljahr werden 10 Landwirtschaftsschüler ihre Ausbildung beginnen. Die Schneiderei hat 20 Auszubildende.

Dank Techniker ohne Grenzen Amberg steht auf dem Grundstück außerdem eine moderne sanitäre Anlage in Form einer Trockentoilette zur Verfügung.

Mittwoch, 5.September 2019

Amberger Zeitung

Kleines Fest der Nachhaltigkeit

Stöbern und feilschen – auf einem Flohmarkt findet man tausend Dinge. Ob man sie braucht oder nicht spielte am Wochenende keine Rolle. Es war der gute Zweck, der zählte. 

Amberg. (dwi) Die Mitglieder von Socialis for The Gambia organisierten zum ersten Mal einen Flohmarkt dieser Art und nutzten die Räumlichkeiten und den einladenden Außenbereich des Kulturstifts. Ein kleines Fest der Nachhaltigkeit für ein selbst erfüllendes Leben für Menschen in Gambia. 

Für Verkäufer und Vereinsförderer Timo Bieberstein war sein erster Besuch in dem fernen Land auf dem Markt eine besondere Erfahrung. “Um einen guten und fairen Preis für die handgeschnitzten Kunstwerke zu verhandeln empfiehlt sich folgende Strategie sehr gut: Nachdem die Ware vorgestellt und begutachtet wurde, schlägt der Händler einen ersten Preis vor. Geht man nun zwei Drittel vom genannten Preis runter und einigt sich am Ende circa in der Mitte, so sind meist beide Seiten zufrieden”, erzählte der junge Amberger. 

Afrikanisch genügsam

Auf der Fahrt zum letzten Ziel der Rundreise nach Kunta Kinteh Island erlebte Bieberstein die “afrikanische Genügsamkeit”. Aus dem rechten hinteren Radkasten sei ein seltsames, lautes Geräusch ertönt. Einer der hinteren Zwillingsreifen sei stark beschädigt gewesen, der Reifen habe sich förmlich aufgelöst. “Einfach ignorieren”, war die fachkundige Einschätzung des Fahrers. “Mit scheuerndem Reifen ging es weiter über rote löchrige Sandwege mitten in der gambischen Savanne – ohne Panne”, erzählte Bieberstein. 

Auch den Klagenden der Hitzewelle in Deutschland weiß er zu kontern: “Im Landesinneren sind die Temperaturen höher als an der Küste und es gibt keine frische Brise. Erst gegen Abend kühlte es meistens um einige wenige Grad ab. Strom gab es hier nur von 19 bis 2 Uhr nachts.” Das ist auch eines der Anliegen des Vereins: Ausbau der Solaranlagen, die im vergangenen Jahr im Skill Center Brufut in Betrieb genommen wurden. Neben der Neuordnung von Gehältern für Lehrkräfte und Mitarbeiter setzte der Verein auch ein Zahnpflegeprojekt für Kinder um und führte I-Pad-Klassen ein. Aber nicht nur mit Aktionen und Spenden unterstützt der Verein Menschen vor Ort.

Mitstreiter gesucht

Praktikanten ab 18 Jahren, die Interesse an der Arbeit mit Kindern haben und die Ausbildung von Näherinnen und Frisörinnen übernehmen, werden noch gesucht. Ebenso auch Lehrkräfte, die Kollegen weiterbilden.Amberger Zeitung, Mittwoch, 5.September 2019

Karin Neumüller

Gambia immer wieder eine Reise wert!

Irgendjemand hat einmal gesagt: „Einmal Gambia und dann nie mehr oder es lässt dich nicht mehr los.“

Das Zweite trifft bei mir zu, denn nun war es schon meine dritte Gambiareise und am liebsten würde ich die Nächste schon wieder planen. Nach jeder der vergangenen Reisen war meine Aussage: „Nein, eine Gruppenreise mach ich nicht mehr mit.“ Aber was soll ich sagen, nach dieser im Juni, mit der tollen Truppe und den vielen herzlichen Menschen, die uns vor Ort begleitet haben, wird es in den kommenden Jahren sicherlich wieder eine geben. 

Da mein Fokus sehr stark auf unsere Projekte und die Jubiläumsfeier an unsere Schule ausgerichtet war, möchte ich auch kurz von diesen beiden Erlebnissen erzählen. Ein ausführlicher Reisebericht von Land und Leute und der kleinen Rundreise folgt. 

Nun nach dem die 20-köpfige Gruppe, später dann 22, am Freitag, den 7 Juni angekommen waren, richteten wir uns erst einmal häuslich in unserem Hotel ein. Am Samstag versuchte jeder gedanklich anzukommen und die Umgebung zu erkunden. Gegen Mittag kamen zwei Schneider ins Hotel, um uns alle zu vermessen, denn es ist in Gambia Tradition, dass alle die zusammen feiern, die Zusammengehörigkeit zeigen, indem sie gleiche Stoffe tragen. Da in 6 Tagen die Jubiläumsfeier an unserer Schule stattfinden sollte, waren wir gespannt, was Haruna, unser Ausbilder, in der Schneiderei und Fatou, die Frau unseres Koordinators Hatab, für uns zaubern würden.

Sonntag starteten wir dann auch schon zu unserer kleinen Rundreise, um Land und Leute kennenzulernen. Dazu folgt aber ein extra Bericht, denn dies überlasse ich einem „Neuling“ aus der Gruppe. Nur so viel von mir: da ich wie gesagt, das dritte Mal hier war, sah ich den Fortschritt, der passierte, auch wenn die Armut immer noch überall sichtbar war. Da wir kurz vor der Regenzeit standen, war ich sehr verwundert, wie viele Touristen noch unterwegs waren und wie gut die Hotels besucht waren. Die Direktflüge, die es seit dem Frühjahr nach Gambia gibt, zeigen Früchte. Ich hoffe nur, diese Entwicklung geht in die richtige Richtung und endet nicht in „Singleflügen“.

Unsere erste Anlaufstelle war Sintet, 150 km im Landesinneren. Dort wurde uns ein herzlicher Empfang bereitet und zu meiner Überraschung durfte ich den fertig ausgebildeten Schneiderinnen Zertifikate und eine Nähmaschine überreichen. Dies löste schon ein gutes Gefühl und auch etwas Stolz in mir aus, wenn man einen Teil dazu beitragen kann, jungen Menschen eine Selbstständigkeit mitzugeben. Danach wurden das Grundstück und der seit kurzen entstandene Frauengarten besichtigt. Bei 40 Grad suchten wir dann alle ein schattiges Plätzchen und warteten auf das Essen, das von den Schneiderinnen und den Frauen aus dem Dorf für alle traditionell auf offenem Feuer zubereitet wurde. Einige aus der Gruppe versuchten sich dabei als „Hilfsköche“. 

Am Spätnachmittag verließ ich mit vielen neuen Eindrücken die Gruppe, um mit Waltraud, Lamin und Samba zurück ins Hotel zu fahren. In den nächsten zwei Tagen wollte ich unsere Lehrer an der Schule bei den Vorbereitungen zum Fest unterstützen. 

Als mich am nächsten Tag Hatab vom Hotel abholte, war ich schon sehr gespannt und auch etwas nervös, wie es denn so ist, alleine in die Schule zu gehen. Der herzliche Empfang des Direktors und einzelner Lehrer hatte mir schnell meine Nervosität genommen. Außerdem merkte ich sofort, egal in welchem Land eine Feier vorbereitet wird, es herrscht überall gleiche Hektik und Betriebsamkeit. Da wurde gepinselt, gemalt, Zelte aufgebaut, Stühle geschleppt, hin und her gelaufen, Unterricht gehalten, gesungen, Tänze wurden eingeübt und vieles mehr, was eine Feier ausmacht. 

In dieser eingespielten Betriebsamkeit kam ich mir etwas fehl am Platze vor und so zog ich mich mit ein paar Schülern in unser Kreativhaus zurück. Wir bastelten zusammen Blumen aus Butterbrotpapier, die dann in die Zelte gehängt wurden. Sehr stolz präsentierten die Kinder am Ende ihre Werke. Auch mir hat es sehr viel Spaß gemacht, kurzzeitig ein Teil des Ganzen zu sein.

Was uns dann am Donnerstag geboten wurde, hat alles in den Schatten gestellt, was ich je an Schulfesten in Gambia erlebt hatte. Ach ja, im Übrigen passten unsere Kleider und Hemden, bis auf einige Kleinigkeiten hervorragend. Es war ein tolles Gefühl mit dem gesamten Personal eine Einheit zu sein! Beindruckend war auch diese stattliche Anzahl an Kindern und Eltern zu sehen, schätzungsweise  800-900 Personen. Was eine besondere Freude war, dass ca. 20 ehemalige Schüler die Feier mitgestalteten. Voller Stolz präsentierten sie sich mit bedruckten T-Shirts als „Ex-Students“. 

Als der offizielle Teil der Begrüßung, der Rückblick auf die Vereinsgeschichte und die vielen Reden vorbei waren, begrüßten uns die Schüler mit ihrem eigens gedichteten „Welcome in Sannehmentereng“ Song. Es folgten Tänze, ein Theaterspiel über den Alltag einer Familie, die ihren Kindern eine bessere Zukunft bieten möchte und sich diese nicht leisten kann. Wäre da nicht das Nachbarkind, das von einer Nursery und Lowerbasic School erzählt, in die jeder gehen kann….Beeindruckende Darstellung! 

Dann sorgte lauter Beifall und Grölen aus dem Publikum für unsere Aufmerksamkeit. Ein Lied wurde im Hintergrund abgespielt und ein junger Mann fing zu singen und zu tanzen an. Wie sich herausstellte, war er ein ehemaliger Schüler, der jetzt schon ein bekannter Rapper in Gambia ist. Am Abend vorher hatte er noch schnell eine „Lobes-Hymne“ auf die Schule und alle Lehrer gedichtet und an diesem Tag vorgetragen. Was im Nachhinein bei mir noch Gänsehaut auslöst. Auch unser Skillcenter mit den Schneiderinnen und Friseurinnen zeigten eine beeindruckende Darbietung ihrer Flechtfrisuren und genähten Kleider bei einer Modenschau!

Ehrungen durften bei einer Jubi-Feier natürlich auch nicht fehlen und so konnten wir die langjährige Zugehörigkeit aller Angestellten ehren, besonders die Personen, die schon auf 19 bzw. 20 Jahre Mitgestaltung zurück blicken konnten. Jeder des Personals bekam eine Urkunde, ein Poloshirt mit Vereinslogo und wichtig für die ganze Familie, einen Sack Reis geschenkt. Aus unserer Aktion „Ein Herz für Gambia“ verteilten unsere Reiseteilnehmer über 700 bemalte Herzen (die wir in den Koffern mitschleppten) an alle Kinder. Dabei musste aufgepasst werden, dass jeder von uns heil aus der Aktion rauskam.

Es ist im Nachhinein nicht leicht von etwas zu schreiben, bei dem Gefühle eine große Rolle spielen. Ich kann nur so viel sagen: Der Einsatz und die Mühen bei den ganzen Vorbereitungen, das Kochen für so viele Menschen, die vielen Stunden üben bei den Schülern…. da hatte am Ende der  Veranstaltung keiner mehr daran gedacht. Jeder ging mit freudestrahlendem Gesicht und in Partylaune nach Hause.

Ein langjähriges Mitglied unseres Vereins, welche mit mir die erste Gruppenreise 2004 schon gemacht hat, wollte nach 15 Jahren den Fortschritt sehen und war wieder dabei. Mit ihrer Aussage möchte ich diesen Bericht beenden. Sinngemäß wieder gegeben sagte sie: „Weißt du Karin:  Es macht mich ein bisschen stolz, einen Beitrag dazu geleistet zu haben und ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Lass uns wieder dafür brennen und es weitertragen!“

Eure Karin Neumüller

Timo Bieberstein

Eine bewegende Reise nach Westafrika

Gambia ist mit einer Fläche von gerade einmal etwas mehr als 11.000 km² das kleinste Land Afrikas. Das heißt aber noch lange nicht, dass Gambia anderen afrikanischen Ländern in irgendetwas nachsteht! Ganz im Gegenteil, das westafrikanische Land, das komplett vom Senegal umschlossen ist, beeindruckt mit einer unglaublichen Tierwelt und ist als Naturparadies bekannt.

„The Smiling Coast of Africa“ ist das touristische Motto des Landes für den Küstenreifenstreifen im Westen. Dieses Credo, so finde ich, gilt für das ganze Land und dessen Bevölkerung. Überall begegnet einem das herzliche Lächeln, wo man mit den „Locals“ in Kontakt kommt. Eine angenehme und durchaus ansteckende Erfahrung.

Es ist es schon eine große Herausforderung, wenn über zwanzig Personen, vierzehn Tage, jeden Tag aufeinandertreffen. Dazu kommt: alle Teilnehmer der Gruppenreise kannten sich vor Beginn nur flüchtig und es gelang, dass sich bereits am ersten Tag nach der Ankunft ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelte. 

Somit war die Reise von Beginn an sehr angenehm und von Harmonie geprägt.

Rundreise ins Landesinnere

Um einen guten ersten Eindruck von Gambia zu gewinnen, empfiehlt es sich das Land anzusehen. Nach einem Tag der Akklimatisierung, gingen wir auf eine mehrtägige Rundreise. 

Unsere Fahrt ging nach dem Frühstück los und zusammen mit unserem gut deutschsprechenden Tourguide Ibrahim ging unsere Reise von unserem Hotel über Banjul mit einem über dreißig Jahre alten Mitsubishi Bus zur „West Coast“, eine der insgesamt sechs Regionen des Landes.                               Genauer in die Kombo Saint Mary Area.

Ein Blick aus dem Busfenster zur Straße lässt erkennen, dass man in Afrika ist. Wenig geteerte Straßen, kein Gehsteig, rote Erde und nicht selten überholt der Bus einen Eselkarren. 

Das erste Ziel war ein traditioneller Ziegenmarkt. Bereits dort zeigte sich ein verzerrendes Bild für europäische Augen, da gleich vor Ort auch geschlachtet wurde. Ein weiterer Blick nach oben zeigte, wie am Himmel die Geier ihre Kreise zogen. 

Hier haben wir uns nicht lange aufgehalten und sind weiter zu einem der klassischen, traditionellen gambischen Holzmärkten gefahren. Wir kamen direkt in Kontakt mit den Händlern und das Feilschen gehört zum guten Ton und ist ein Kerngebiet des afrikanischen Handel. 

Um einen guten und fairen Preis für die handgeschnitzten Kunstwerke zu verhandeln empfiehlt sich folgende Strategie sehr gut: nachdem die Ware vorgestellt und beobachtet wurde, schlägt der Händler einen ersten Preis vor. Geht man nun zwei Drittel vom genannten Preis runter und einigt sich am Ende circa in der Mitte, so sind meist beide Seiten zufrieden. 

Nachdem einige ihre ersten Erfahrungen im afrikanischen Handeln sammelten und schöne Stoffe, Trommeln und Figuren ersteigerten, konnten wir unsere sonnige Fahrt fortsetzen. 

Auf dem Highway, der eher an eine einfache Landstraße erinnerte, passierten wir nun unseren ersten Checkpoint. Von diesen gibt es mehrere im Land. Sie markieren einen bestimmten Abschnitt. 

Auffällig ist, dass die Checkpoints nicht von Gambischen Militär bewacht werden, sondern es oft Soldaten aus dem Senegal oder Ghana waren. Im Frühjahr 2017 gab es einen Machtwechsel in Gambia. Jammeh, der frühere autokratische Präsident, verlor die Wahlen, an Adama Barrow, den jetzigen Präsidenten. Da Jammeh aber das Ergebnis der Wahlen nicht anerkennen wollte, gab es zunächst Unruhen im Land. 

Doch die Afrikanische Union, mit Unterstützung des Sicherheitsrates der UNO, schickte Soldaten aus dem Senegal und Kampftruppen marschierten in Gambia ein, der Diktator Jammeh floh nach Äquatorialguinea. 

Seitdem sichern Soldaten aus dem Senegal, Sierra Leone und Ghana zusammen mit dem Gambischen Militär die Stabilität des Landes und eben diese Checkpoints. 

Es ging auf der sandigen Straße weiter. Wir passierten die Grenze zur Lower River Region und kamen am späten Nachmittag bei annähernd 40 Grad in unserem ersten Camp „Tendaba Lodge“ an. 

Im Landesinneren sind die Temperaturen höher als an der Küste und es gibt keine frische Brise. Wir schwitzten alle ordentlich. Erst gegen Abend kühlte es meistens um einige wenige Grad ab. Strom gab es hier nur zwischen 19 Uhr bis 2 Uhr nachts. 

Nach einer kurzen Pause und dem beziehen unserer Zimmer ging es sogleich auf ein etwas größeres, wackeliges Holzboot. 

Nun waren wir das erste Mal auf dem berühmten Fluss, der dem Land seinen Namen gibt: River Gambia – und ab in den Mangrovenwald, wo es zahlreiche Vogelarten zu beobachten gab. Bei der Rückfahrt hatten wir ordentlichen „Seegang“ und fast keiner kam trocken ans Ufer, doch bei den hohen Temperaturen war das weniger schlimm. 

Am darauffolgenden Tag verließen wir nach dem Frühstück das Camp und besuchten eine nahegelegene „Nursery School“. Mit Gesang und Tanz wurden wir herzlichst empfangen. Gambische Kindern lernen erst in der Schule die Amtssprache Englisch. Da in Gambia viele verschiedene Ethnien leben, die sich hauptsächlich durch ihre eigene Sprache definieren, sind die Gambier mehrsprachig. Hier zeigte sich bewusst und sichtbar die Ärmlichkeit des Landes. Die Kinder hatten kaum Stifte, der Lehrer kaum Unterrichtsmaterial und der Spielplatz lag rudimentär und trist auf roter Erde, mit einer Rutsche und kaputter Schaukel. Dennoch war die Warmherzigkeit spürbar. Kinder umarmten uns, nahmen unsere Hände, lachten, waren froh und wollten uns gar nicht mehr gehen lassen. Diese Erfahrungen machten wir auf der Rundreise nicht nur einmal.

Nun ging es von Tendaba südwärts nach Sintet. Hier betreibt der Verein „Socialis for the Gambia“ ein Skill Center mit den Ausbildungsschwerpunkten zur Landwirtschaft und der Schneiderei. Mit viel Gesang, umfunktionierten Töpfen und Kanistern als Trommeln und Tanz begrüßten uns die farbenfroh gekleideten Frauen des Ortes und führten uns in die schattigen Hütten des Skill Centers. Es ist eine enorme Herausforderung, bei der sengenden Hitze in der Trockenzeit, fruchtbaren Boden zu bewerkstelligen und diesen auch adäquat zu unterhalten. An diesem Tag durften wir Zeuge werden, wie eifrige junge Schneiderinnen ihr Zertifikat zur bestandenen Ausbildung mit Freude und Stolz entgegennahmen. Danach wurden wir mit den höchsten Fähigkeiten der afrikanischen Kochkunst von den Frauen bewirtet. 

In einer Ansiedlung, das in der Nähe des Skill Centers lag, machten wir am späten Nachmittag Halt und konnten unsere ersten Säcke unserer mitgebrachten Kleidungen an die Bewohner verteilen. Die Dankbarkeit war groß. Nass geschwitzt fuhren wir zurück ins Camp, freuten uns über eine funktionierende Klimaanlage in den Zimmern und verbachten in geselliger Runde den Abend an der Küste des Gambia Rivers. 

Das nächste Ziel unsere Reise brachte uns weiter ins Landesinnere und wir überquerten über die seit Januar 2019 neu eröffnete Senegambia Bridge nun zum ersten Mal den Fluss und fuhren weiter nach Farafenni. Eine pulsierende Stadt, wo das Leben auf der Straße stattfindet. Nach dem Auffüllen unserer Wasserreserven fuhr unser Bus weiter nach Wassu, zu den Senegambischen Steinkreisen, welche UNESCO-Welterbe sind. 

Die Steine wurden um das 8. Jahrhundert von einer Megalithkultur auf früheren Gräbern errichtet. Traditionsgemäß lassen Besucher kleine Steinchen auf den Steinblöcken liegen, damit diese ihnen Glück bringen. 

Ein einheimischer Museumsleiter versuchte uns mit gebrochenen „Denglisch“ über esoterische, mystische Zahlenspielereien die weltlichen Phänomene zu erklären. Ob man daran glaubt oder nicht, er war ziemlich davon überzeugt. Ein netter Mensch war er aber allemal. 

Nun kam einer der schönsten Teile unserer Rundreise. Wir stiegen nahe Wassu in ein großes motorisiertes Holzboot und nach dem wir ein paar Hippos kurz gesichtet hatten, erreichten wir Janjanbureh (früher Georgetown). 

Es wurde abenteuerlich und spätestens hier ist jedem von uns bewusst geworden, dass wir in Afrika waren. Es gab keinen elektrischen Strom und fließend Wasser nur sporadisch abgepumpt aus dem Gambia River. Auch mussten wir uns das Camp mit den hiesigen Affengruppen und vielen exotischem Getier und Insekten, wie Vögeln teilen. Unser Busfahrer erreichte mit seinem Vehikel ebenfalls das Camp über die holprigen Straßen und der Bus wurde nach kurzer Zeit schon von einem Affen okkupiert. Grund: Ali, unser Busfahrer, hatte das Fenster offen gelassen. Der „Kampf“ ums Essen mit den Affen war allgegenwärtig im Camp. Lustig, aber man musste vorsichtig und umsichtig sein. 

Nachdem wir die Nacht im Janjanbureh-Camp gut überstanden hatten, setzten wir mit einer uralten Fähre nach Janjanbureh über und besichtigten die ehemalige Kolonialstadt mit ihren pulsierenden Märkten und freundlichen Bewohnern. 

Mit dem Bus ging es unter der glühende Sonne Gambias zurück nach Farafenni. Wir wurden gut bewirtet in einem Restaurant von Bekannten unseres Busfahrers. Erneut ging es wieder auf die holprige Straße. Wir machten Halt in einem Dorf und spendeten einer 14-köpfigen „Kleinfamilie“ Reis und Süßigkeiten. 

Das nächste Abendteuer ließ nicht lange auf sich warten. Aus dem rechten hinteren Radkasten ertönte ein seltsames, lautes Geräusch. Einer der hinteren Zwillingsreifen war stark beschädigt und der Reifen löste sich förmlich auf. Die afrikanische Genügsamkeit bekamen wir erneut zu spüren. „Ignore the noise“, war die fachkundige Einschätzung unseres Fahrers. Mit scheuerndem Reifen, bangen Gedanken, ob wir nun mit Autopanne mitten in der Gambischen Savanne übernachten müssen, ging es über löchrig, rote Sandwege zu unserem letzten Ziel der Rundreise. Kunta Kinteh Island. 

Da die Insel als historischer Ort den westafrikanischen Sklavenhandel dokumentiert, zählt sie seit 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit Kunta Kinteh Island und zugehörige Stätten wurden sieben Objekte zusammengefasst. Die Festung Fort James, die auf James Island lag, ist heute nur noch teilweise vorhanden. Teile wurden von den Gezeiten weggeschwemmt, zu sehen sind Mauerreste auf dem Kern der Insel. (Quelle Wikipedia)

Erschöpft erreichten wir gegen Abend Barra. Hier existiert die wichtigste Fährverbindung des Landes nach Banjul. Abermals zeigte sich umso mehr, welche Privilegen die „Toubabs“ (westafrikanische Bezeichnung für Weiße) gegenüber der einheimischen dunkelhäutigen Bevölkerung genießen. Es ist keine Seltenheit, dass LKW-Fahrer bis zu vier Tage warten müssen, um mit der Fähre überzusetzen. Wir durften ohne Reservierung als Erster auf die Fähre. Uns beschlich ein paradoxes Gefühl. Wir waren beschämt und dankbar im gleichen Moment, bald ins Hotel zurück kommen zu dürfen, um die Nacht in bequemen Betten zu verbringen. 

Auch wenn dies nur eine kurze Rundreise war, haben wir einen sehr guten Eindruck über das kleinste Land Afrikas gewinnen können und uns für den restlichen Aufenthalt in Gambia im Umgang mit der lächelnden und freundlichen Bevölkerung sehr geprägt.  

Jubiläumsvideo

Mitgliederbrief Frühjahr 2019

Für Sie, liebe Mitglieder, die Neuigkeiten des letzten halben Jahres zusammengefasst. 

Januar bis Mai 2019

Wir bedanken uns noch bei allen Helfern für die zahlreiche Teilnahme an verschiedensten Ständen in der Weihnachtszeit!

In den Weihnachtsferien wurden die Küche und die beiden Schulgebäude  Bruder Konrad Block und Future Block komplett neu eingedeckt.  Die Kosten für die Sanierung, die dringend notwendig war, da die Dachbalken schon sehr marode waren, beliefen sich auf 6.000 €. Ebenso wurde das Dach des Schneidergebäudes in Sintet repariert.

Das Skill Center Brufut organisierte einen Ausflug zum Skill Center Sintet. Die Schülerinnen waren sehr erfreut über die zweistündige Anreise mit dem Bus. Sie hatten sogar ein Theaterstück für ihre Kolleginnen in Sintet vorbereitet. Vom Besuch und Ideenaustausch profitierten alle. Ein gemeinsames Essen, Schulbesichtigung und Musik rundeten das Ganze ab. Für unsere Ausbildung in Sintet war dies eine gute Werbung, da zugleich die Schule für Außenstehende offen stand.

Stolz sind die Gambianer auf die erste Brücke über den Gambia River bei Farafeni. Sie wurde im Januar eingeweiht.

An der Schule fanden einige Ausflüge zu historischen Orten, dem Flughafen und dem Strand statt. Ebenso wurde ein Sportfest veranstaltet und der Independence Day gefeiert.

Im März errichteten Technik ohne Grenzen bei ihrem Aufenthalt in Gambia zwei Spültoiletten am Skillcenter Brufut und zwei Trockentoiletten am Ausbildungsgelände in Sintet. 

Komplett organisiert wurden die Projekte von Regina, Adelheid und Daniel von TeoG. Finanziert wurde alles vom Rotary Club Amberg, bei dem wir uns dafür herzlich bedanken.

In Amberg wurde am 16. März mit einem großen Festakt im Musikomm das 20 jährige Vereinsbestehen gefeiert. Mehr Informationen dazu finden sie auf der Homepage www. soc-gambia.de

In Sintet beginnt die Erntesaison. Auf dem Bild ist unser Landwirtschaftslehrer Lamin Jammeh, der sehr gute Arbeit leistet.

Waltraud ist noch bis Juni vor Ort und unterstützt die Schneiderei und die Landwirtschaftsschule mit Ideen und Ratschlägen, sowie organisatorischen und buchhalterischen Angelegenheiten und schickt viele Informationen nach Deutschland.

Die Schule in Gambia freut sich schon sehr, in den Pfingstferien mit vielen Besuchern aus Deutschland das 20 jährige Vereinsjubiläum zu feiern.

Adelheid Gonschorek

Toiletten-Bau in Gambia

Im Februar und März dieses Jahres reisten die Technik ohne Grenzen-Mitglieder Regina Fischer und Adelheid Gonschorek der Regionalgruppe Amberg gemeinsam mit dem Rottenburger Vereinsmitglied Daniel Butkaitis für drei Wochen nach Gambia. Im kleinen westafrikanischen Land mit zwei Millionen Einwohnern setzt sich der Amberger Verein „Socialis for the Gambia“ seit 20 Jahren an den Standorten Sintet und Brufut für bessere Zukunftsaussichten der Kinder und Jugendlichen ein. Mit Technik ohne Grenzen als Organisation für nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit entstand 2017 eine Kooperation, um eine Trockene Trenntoilette für die Berufsschule im ländlichen Sintet bauen zu können. Diese soll auch ohne Kanalisation und Leitungswasser die Sanitär- und Hygienesituation verbessern. Beim Konzept der Trockenen Trenntoilette werden Kot und Urin getrennt und können, nach Einhaltung aller Hygienisierungsmaßnahmen, als zusätzlicher Dünger auf die Felder der Landwirtschaftsschule ausgetragen werden – soweit die Idee des Projektes. Mit finanzieller Unterstützung des Rotary Club Amberg konnte nach einem Kennenlernen mit den gambianischen Partnern im Mai 2018, nun der Bau umgesetzt werden. Trotz anfänglicher Bauverzögerungen und über 40°C koordinierte das dreiköpfige Team die Arbeit der lokalen Handwerker und Partner, improvisierte bei fehlenden Materialen und hofft nun, dass die Toiletten genug ausgelastet werden, um in relevanten Mengen Dünger zu produzieren. Parallel dazu konnte in der größeren Küstenstadt Brufut eine gewöhnliche Wasserspültoilette gebaut werden, die nun von den etwa 40 BerufsschülerInnen genutzt wird. Im weiteren Kontakt mit den Partnern vor Ort wird sich zeigen, ob die neuen Toiletten angenommen werden und den Schulalltag verbessern können. Im Bereich interkultureller Kommunikation konnten sicherlich alle Projektbeteiligten viel dazulernen.

Adelheid Gonschorek, adelheid-gon@gmx.de, Regionalgruppe Amberg

Neuwahlen bei Socialis for The Gambia e.V.

Am 28. April fand die jährliche Mitgliederversammlung der Hilfsorganisation mit Neuwahlen statt.

Jörg Wollmann begrüßte die anwesenden Mitglieder und führte durch die Versammlung.

Bürgermeister Peter Dotzler aus Gebenbach sprach einige Grußworte und zollte Anerkennung für das lange Vereinsbestehen. Die Schule des Vereines in Brufut/Westafrika, so berichtete er, hat mehr Schüler (630 Kinder) als die Gemeinde Gebenbach und Hahnbach zusammen (400 Schüler).

Karin Neumüller berichtete über die Aktivitäten des Vereins in Deutschland seit der letzten Mitgliederversammlung. Sie lobte die Mitarbeit der Mitglieder bei den verschiedensten Infoständen, die Veranstaltung im Oktober im Kulturstift und den Filmabend im Ring-Theater. Der Höhepunkt des Jahres war das 20jährige Vereinsjubiläum im Musikomm.

Anschließend informierte Christine Weigl über die vergangenen Ereignisse in Gambia.

Im Anschluss des Bildervortrages berichtete Kassenwart Jörg Wollmann über die Vereinsentwicklung und legte die Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 offen. Um kostendeckend zu arbeiten ist der Verein auf noch mehr Mitglieder und Spendengelder angewiesen. Die Kasse war einwandfrei geführt und die Entlastung der Vorstandschaft, sowie die Genehmigung des neuen Haushaltsplanes, erfolgte einstimmig.

Ebenso einstimmig wurden bei der anschließenden Wahl Karin Neumüller, Thomas März-Kronfeld und Christine Weigl zum Vorsitzenden-Team gewählt. Lamin Sowe, Katharina Neumüller, Josef Kiener, Barbara Aumer und Verena Lex wurden einstimmig als Beisitzer gewählt. Die Vorstandschaft freut sich besonders, zwei junge und engagierte Frauen in ihr Team aufnehmen zu können. 

Die nicht mehr zur Wahl gestandenen und somit ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Jörg Wollmann, Albertine Lange und Elisabeth Lindner wurden dankend verabschiedet.

Nach einer kurzen Information über die Zukunftswünsche des Vereines (unter anderem ein Frauengarten) und Ehrungen zur langjährigen Mitgliedschaft war die Versammlung beendet und ging in ein gemütliches Beisammensein über.

Im Bild von links nach rechts:

Josef Kiener, Lamin Sowe, Thomas März Kronfeld, Karin Neumüller, Christine Weigl, Katharina Neumüller, Barbara Aumer und Verena Lex.

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29.01.19

A. Klaiber

Ein ganz besonderes Fest: 20 Jahre Socialis for The Gambia e.V.

Jetzt sind es nur noch ein paar Tage und die lange geplante Jubiläumsfeier am 16. März 2019 im Musikomm Amberg findet statt. Als schon vor fast zwei Jahren Karin Neumüller das erste Mal den Gedanken für eine solche große Feier im Vorstandsgremium ansprach, erntete sie nicht nur positive Rückmeldungen. 

Und trotzdem und Gott sei Dank haben wir uns doch entschlossen, 20 Jahre Vereinsgeschichte so zu feiern. In vielen Zusammenkünften der Vorstandscrew war die Planung des Festes ein Tagesordnungspunkt. Es wurden Arbeitsgruppen gebildet und Verantwortliche für die verschiedenen Aufgabenbereiche bestimmt. 

Viele Helfer, auch außerhalb des Vorstandsteams arbeiteten im Vorfeld mit. Dies war z.B. die aufwändige Chronik von 20 Jahren Vereinsgeschichte in Wort und Bild für Stellwände vorzubereiten, viele Einladungen versenden an alle, die wir gerne auf unserer Feier begrüßen wollten und den geeigneten äußeren Rahmen finden. Ebenso Essen kochen, Getränke einkaufen, Kuchen- und Fingerfood organisieren, den Stand des Vereins aufbauen, den Saal und das Foyer schön und einladend gestalten, genügend Helfer für Küche, Getränke und Kuchenbuffet bereitstellen und Vieles mehr. 

Nicht zuletzt musste auch ein ansprechendes Programm mit einem offiziellen Festakt auf die Füße gestellt werden. Schon ganz zu Beginn unserer Planungen hatte Karin Neumüller das preisgekrönte Vocalesemble VOX AETERNA für ein Benefizkonzert als Highlight unserer Feier gewinnen können. Oberbürgermeister der Stadt Amberg Michael Cerny sagte seine Schirmherrschaft zu, Landrat Richard Reisinger kündigte ebenfalls seinen Besuch an und natürlich auch noch viele andere, im öffentlichen Leben von Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach Stehende sagten ihr Kommen zu. 

Und dann war er da, der Festtag. Viele Helfer kamen schon um 10.00 Uhr in der Früh ins Musikomm und nahmen die vielen Vorbereitungsarbeiten in Angriff. Es war wirklich ein schönes Gefühl und man merkte, wie eingespielt das Vorstandsteam ist. Die Helfer bekamen ganz organisiert Aufgaben zugeteilt, sodass das ja oft übliche Durcheinander beim Vorbereiten einer solch großen Veranstaltung ausblieb. Alles klappte wie am Schnürchen. Es zeigte sich: Gute Planung führt direkt zum Ziel! Gegen 13.00 Uhr war alles vorbereitet und man verabschiedete sich, um sich für das Jubiläum aufzufrischen. 

Schon ca. eine Stunde später fand man sich wieder vor Ort ein. Ein letztes Mal alles durchsprechen, die Helfer von den Pfadindern Ammersricht (ohne die wir wirklich aufgeschmissen gewesen wären) in ihre Aufgaben einweisen die Technik nochmal checken und schon kamen die ersten Gäste.

Es war sehr erfreulich, dass sich schon am Nachmittag so viele Menschen bei uns eingefunden haben und ihre Zeit damit füllten, die wirklich schön und informativ gestaltete Vereinschronik zu verfolgen, sich am Vereinsstand die Holzschnitzereien und Nähereien aus Gambia anzuschauen und auch das eine oder andere Stück gegen eine Spende mit nach Hause zu nehmen. So füllte sich das Foyer ganz allmählich mit geladenen und interessierten Gästen, man genoß Kaffee und Kuchen oder auch ein Glas Sekt. Und man nutzte die Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein wirklich zwangloses und unterhaltsames Zusammenfinden, bis dann um ca. 17.00 Uhr, nach einem Sektempfang, der offizielle Teil der Feier begann. 

Die Vorstandsmitglieder als auch viele der Helfer tauschten die blauen Vereins-T-Shirts gegen farbenfrohe gambische Gewänder aus und betraten den Saal erst dann, als alle weiteren Gäste bereits Platz genommen hatten. 

Die Vorstände Karin Neumüller und Christine Weigl begrüßten alle Anwesenden und viele namentlich und auch nicht namentlich genannten Ehrengäste und baten den Schirmherrn Oberbürgermeister Michael Cerny, vertreten durch zweiten Bürgermeister Martin Preuß, ein Grußwort zu sprechen. Herr Preuß übernahm dies gerne, auch im Namen des anwesenden Landrats Herr Reisinger und des Bürgermeisters der Gemeinde Gebenbach, Herr Peter Dotzler. Die überreichten „Flachgeschenke“ nahmen die Vorstände natürlich gerne entgegen. Dann ergriff Conny Siebenbürger als Vertreterin der „Projekthilfe Dr. Luppa e.V.“ das Wort und sprach Grußworte und Glückwünsche aus und dankte für das Miteinander der beiden Vereine seit vielen Jahren. 

Im Anschluss daran ließ Christine Weigl die 20-jährige Vereinsgeschichte von Beginn an in Wort und Bild für alle Anwesenden Revue passieren. Es war beeindruckend, wie der Verein es im laufe der Jahre schaffte, in Brufut ein Schulgebäude nach dem anderen aufzubauen und die Schule immer mehr zu erweitern. Praktikantinnen der vergangenen Jahre erzählten anschließend sehr lebhaft und unterhaltsam von ihren Erfahrungen während der Monate in Gambia und an unserer Schule „Sannehmentereng“.

Immer wieder während des Festaktes wurden die vielen Helfer und Sponsoren sowie Mitglieder hervorgehoben, die uns schon über Jahre und Jahrzehnte hinweg in unserer Vereinsarbeit aktiv und finanziell unterstützen. Es konnte sogar ein Gründungsmitglied aus der 1. Stunde begrüßt werden. Er hatte es nicht gescheut, für das Jubiläum die Anreise aus München anzutreten. Wir hoffen sehr, dass bei all denen unser Dank auch wirklich angekommen ist.

Nach Beendigung des Festakts waren die Köpfe voll und die Mägen leer. Man begab sich an die Theke, um eine gute Portion des wieder leckeren Domodas oder auch der vegetarischen Gemüsevariante mit einer leckeren Scheibe Tapalapa zu genießen. Und wer nicht warm essen wollte hatte eine große Auswahl von Fingerfood, die für jeden Geschmack etwas aufzuwarten hatte.

Wieder gab es viele Gespräche und viele schöne Momente und der Wohlfühl-level aller Gäste war meinem Gefühl nach sehr, sehr hoch. 

Inzwischen war auch Oberbürgermeister Michael Cerny eingetroffen und hatte sich zu den Gästen gesellt. Wir waren wirklich sehr stolz, dass uns die Stadt Amberg durch die Anwesenheit beider Bürgermeister zeigte, dass unser Verein in Amberg positiv wahrgenommen wird und unsere Arbeit Anerkennung findet. Auch war es eine große Ehre, dass sich Landrat Reisinger für unser Jubiläum Zeit genommen hatte. 

Nun ging es dem musikalischen Highlight des Tages entgegen: 

VOX AETERNA hatte sich mit dem Lied „der ewige Kreis“ aus dem Musical „König der Löwen“ auf die Bühne gesungen. Ein unterhaltsamer Abend mit brilliant vorgetragenen Stücken aus vielen verschiedenen Genres begann. Die Sänger und Sängerinnen sind allesamt ehemalige Schüler des Max-Reger-Gymnasiums Amberg und jeder Einzelne von Ihnen kann mit einer Solostimme aufwarten. Es war wirklich toll, dass diese Künstler sich bereit erklärt haben, für uns an diesem Abend kostenfrei zu singen und die erhaltenen Spenden komplett dem Verein zur Verfügung stellten. Schade, dass unserer Einladung zum Konzert nicht noch mehr Zuhörer gefolgt waren. 

Zum Schluss blieb den Vorständen nur noch, sich herzlich bei allen Aktiven vor und hinter der Bühne zu bedanken und die Gäste mit dem Wunsch auf weitere Verbundenheit zu unserem Verein zu verabschieden. 

Als alle Gäste gegangen waren, halfen alle nochmal kräftig zusammen, da das Musikomm schon am nächsten Morgen wieder für eine Veranstaltung gebucht war. Der Abend endete mit einem kleinen „Restetrinken“ und Zusammensitzen des Vorstandsteams und der Helfer. Gott sei Dank war es geschafft, es war die Arbeit wert und wir haben genügend Spenden erhalten, dass wir die Vereinskasse nicht mit den Kosten für diese Feier belasten müssen. 

Die Veranstaltung hat die Vorstandschaft in Ihrer Arbeit bestätigt und zum Weitermachen angeregt. Wir haben gemerkt, dass „Socialis for The Gambia e.V.“ inzwischen in Amberg eine bekannte Einrichtung ist, die positiven Zuspruch und Unterstützung von vielen Seite bekommt. Wir hoffen, das bleibt auch weiterhin so. 

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20 Jahre Socialis for The Gambia e.V.

Feiern Sie mit uns! Zum 20-jährigen Vereinsjubiläum von Socialis for The Gambia e.V. laden wir Sie ganz herzlich ein, gemeinsam auf die Vereinsgeschichte zurückzublicken und unsere Erfolge mit Ihnen zu feiern.

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29.01.19

Die Vorstandschaft

Three weeks in another world – drei Wochen Afrika

Das erste Mal raus aus Deutschland.

Das erste Mal ohne Familie und Freunde in Reichweite.

Der erste Flug …und dann gleich nach Afrika.

„Hast du dich da vielleicht doch ein bisschen überschätzt?“ 

Hier gibt es nicht mal Häuser …zumindest nichts, was ich als Häuser bezeichnen würde. Halbfertige Bauruinen, Wellblechhütten und überall so erschreckend viel Müll.

Das hatte ich mir anders vorgestellt.

Am Anfang meines geplanten Halbjahres in The Gambia fand ich – ehrlich gesagt- alles ziemlich schrecklich. Den Müll, den Gestank, die Hitze. Am Anfang wusste ich noch nicht, wie gut ich mich mit Pierre-Victor, James, Manlafi, Mamie und den anderen Lehrern der Sannehmentereng School verstehen würde. Dass wir abends zusammen feiern gehen würden, zum Essen und in die Kirche. Und dass sie für mich schnell nicht nur super engagierte Kollegen, sondern in erster Linie gute Freunde werden würden, zu denen ich jetzt noch Kontakt habe.

Auch ein guter Freund ist Wandi, der uns in seinem Taxi an den tatsächlich bisher schönsten Ort, den ich je gesehen hab, mitgenommen hat. Joyehto‘s Beach Bar heißt die Strandbar in der er arbeitet. Dort gibt es Palmen, riesige Muscheln, Sonnenuntergänge direkt hinter dem Ozean und bis zu drei Meter hohe Wellen. An manchen Tagen soll man sogar Delfine sehen.

Ich hätte auch nie gedacht, wie schwer es am Anfang werden würde, mich in der Grade 1 und der Nursery 1 gegen 35 laute, aufgedrehte und zum Teil kein Wort Englisch sprechende Kids durchzusetzen. Und ich hätte nie gedacht, wie sehr sie mir in der kurzen Zeit ans Herz wachsen würden und wie schwer es mir fallen würde, mich wieder zu verabschieden.

Das Praktikantenhaus mit den Vögeln unterm Dach, der flexiblen Stromversorgung, der dauerverstopften Dusche, den Rieseninsekten, die irgendwie immer ihren Weg durch die Mückengitter fanden und der Ameisenkolonie unter dem Ofen, mit der wir einen ständig andauernden Krieg um unser Essen geführt haben, ist auch ein bisschen wie ein Zuhause geworden. Genauso wie Lamin und Ibrima, unsere Watchmen, die uns ritterlich vor allen Insekten beschützt haben, ein bisschen wie Familie wurden.

Wie Familie ist vor allem auch Hatab, der Coordinator, der jederzeit für uns da war und ohne den wir in der ersten Woche wirklich verloren gewesen wären.

Nach 3 Wochen, 6 Monate früher als geplant, sitzen wir im Flugzeug zurück nach Deutschland. Zu früh. Zu kurz war die Zeit hier. Ich hätte noch so viel mehr tun können und noch so viel mehr erleben.

Das hatte ich mir anders vorgestellt.

Info im Kulturstift

29.01.19

Die Vorstandschaft

Wir danken allen Helfern

Ein ereignisreiches Vereinsjahr ist zu Ende gegangen und die erste Veranstaltung, unser Kinoabend 2019, hat schon wieder stattgefunden.

Aktionen und Feste in einem Verein gelingen nur dann, wenn viele Menschen zusammenhelfen.

Aktive Helfer, die ihre Freizeit zum Planen, Vorbereiten, Kochen, Backen, Spülen, Aufräumen, Stände aufbauen, Stände betreuen und Stunden damit verbringen, um andere Menschen mit unseren Projekten in Gambia vertraut zu machen, um neue Mitstreiter zu gewinnen.

DANKE dafür, denn ohne euch und eure tatkräftige Unterstützung wäre jede Vorstandschaft „ohne Arme und Beine“ und somit nicht handlungsfähig.

Euer Vorstandsteam!

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Starter-Set

Die fertigen Schneider Auszubildenden erhalten zum Abschluss ihrer dreijährigen Lehre eine Fußtret-Nähmaschine. Die ausgebildeten Frisör Absolventen wurden im Dezember ebenso mit einer Starthilfe bedacht. Somit können sie nach ihrer Ausbildung selbständig in ihrem Beruf beginnen, um sich so ihren Lebensunterhalt zu sichern. Die Kosten für ein Starter-Set beliefen sich auf 40 € pro Schülerin. Es besteht aus Kunsthaar zum Einflechten, Kleber, Haarspangen und einem kleinen Make up Set. Es wurden Sets für die 13 Absolventinnen der letzten Jahre und 5 Sets für die jetzigen Absolventinnen gekauft.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns bei dieser Anschaffung unterstützen würden. Sie können gerne für unsere Frisörinnen mit dem Vermerk „Starter-Set“ auf unser Konto spenden.

Herzlichen Dank im Namen der jungen Frauen!

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Die Vorstandschaft & Team

Mitgliederbrief Juli bis Dezember 2018

 Mitgliederbrief 

Für Sie, liebe Mitglieder, die Neuigkeiten des letzten halben Jahres zusammengefasst. 

Juli bis Dezember ´18 

Sintet: 

Seit Juli wachsen Mango-, Bananen-, Cashew und Zitrusbäume, die für Schatten und Früchte im Garten sorgen. Die frisch gesäten Pflänzchen und Setzlinge werden täglich gegossen und mit einer Folie vor Ungeziefer, der starken Sonneneinstrahlung und dem Austrocknen geschützt. Im Herbst soll das Bewässerungssystem noch besser ausgebaut werden, um die große Gartenfläche, ca. 100 Beete mit 2m x 1m, effektiver bewässern zu können. Die Bäume vor unserem Gebäude sind Cassava-Pflanzen, deren Wurzeln essbar sind. Pro Pflanze können jährlich gut 5 kg geerntet werden. In der Schneiderei absolvieren derzeit 17 junge Frauen ihre Ausbildung. 

Toiletten: 

Im Februar und März kommenden Jahres wird Technik ohne Grenzen ihre Trockentoilette in Sintet und das neue Toilettenhäuschen am Skillcenter Brufut vollenden und zur Benutzung übergeben. Bereits in den nächsten Wochen wird nach ihren Anleitungen mit dem Bau begonnen. Wir bedanken uns ganz herzlich beim Rotary Club Amberg für die finanzielle Unterstützung und bei TeoG für die Vorbereitung und Ausführung beider Projekte! 

Kulturstift: 

Am 6. Oktober fand eine Informationsveranstaltung über unsere Arbeit und Projekte in Gambia statt. Neben zwei Diavorträgen, guten Gesprächen bei Kaffee und Kuchen und Afrikanischem Abendessen bezauberte auch eine Märchenerzählerin die Gäste. Wir möchten uns bei allen Helfern für den gelungenen Nachmittag bedanken! 

Kaputte Dächer: 

Das Wellblechdach der Küche muss erneuert werden. Ebenso werden der Bruder Konrad Block und der Future Block ein neues Dach bekommen. Es ist geplant, eine Zwischendecke einzuziehen, damit unterm Dach die Luft zirkulieren kann und somit einen kühlenden Effekt hat.

Abschlussprüfungen in Brufut: 

Die zum Schuljahresende geplante Abschlussprüfung der Schneider/-innen und Frisörinnen hat sich durch ein drei Monate andauerndes Praktikum auf November verschoben. Nun haben die fünf Frisörinnen und fünf Schneiderinnen ihre Prüfung abgelegt und mit Erfolg bestanden. Wir wünschen den Absolventinnen viel Freude und Erfolg mit ihrer Arbeit! 

Starter-Set: 

Die fertigen Schneider Auszubildenden erhalten zum Abschluss ihrer dreijährigen Lehre eine Fußtretnähmaschine. Die ausgebildeten Frisör Absolventinnen bekommen ein Starter-Set mit Kunsthaar, Kleber, Haarspangen und einem kleinen Make-up-Set. Damit wird ihnen eine Grundlage bereitgestellt, um in ihrem erlernten Beruf durchstarten zu können. 

Kalender und Broschüren: 

Wenn Sie Interesse an einem Kalender oder einer Broschüre haben, können Sie diese gerne an unseren Ständen oder bei unseren aktiven Mitgliedern erhalten. Wir bedanken uns bei der Firma CompuStore für die Gestaltung und Übernahme der Druckkosten. 

Für Sie zur Info: 

Die Kontoauszüge Ihrer abgebuchten Mitgliedsbeiträge werden am Finanzamt anerkannt. Wenn Sie trotzdem eine Spendenquittung benötigen, können Sie uns das gerne per Mail mitteilen. 

Wir wünschen Ihnen allen eine ruhige Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest. 

Die Vorstandschaft & ihr Team 

Spielplatzstunden der Nursery

Hannah

Praktikumsbericht Hannah

Das neue Schuljahr hatte endlich begonnen und alle Kinder in Gambia freuten sich wieder in die Schule gehen zu dürfen. Mit einer Ausnahme: bei Gewittern. Da die Regenzeit dieses Jahr sehr lange anhielt, gab es immer noch heftige Regenschauer, die auch mal dafür sorgten, dass einige Schüler und Lehrer nicht ganz so Pünktlich in die Schule kamen.

Aber sonst lief alles super in der Schule, denn auch wenn, wie es dieses Schuljahr in der Nursery 1 der Fall ist, ein Lehrer aus gesundheitlichen Gründen für längere Zeit verhindert ist, kann man immer auf Mamie Cocker, die christliche Religionslehrerin, zählen, die gerne als Vertretung einspringt.

Was die Kinder in Gambia sonst noch extrem begeistert, ist neben den Spielplatzstunden für die Kleinen und dem Sportunterricht für die Großen, der Kreativunterricht im Roundhouse. In diesem Unterricht kann jeder mal kreativ loslegen oder eine Klasse kann zusammen ein einzigartiges Kunstwerk schaffen, wie zum Beispiel die Grade 2 red einen Baum mit Blumen gestaltet hat. (siehe Bilder)

Und wenn es deutschen Besuch gibt, wird dieser herzlich begrüßt mit einem großen, buntenDANKE.

 

Ein kleines Baumupdate aus Sintet:

Der Mangobaum, den die Mitreisenden der Gruppenreise im April 2017 gepflanzt haben zur feierlichen Einweihung der Landwirtschaftsschule, ist inzwischen gut gewachsen. (siehe Bilder)

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Im Interview mit LEO

Socialis for The Gambia war vor einigen Wochen bei dem Magazin LEO eingeladen, um dort ein Interview für einen Beitrag zu geben. Den Beitragen können Sie hier nachlesen.

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10.12.18

Christine Weigl

Afrikanischer Kinoabend

 „Geliebtes Leben“ ist ein Film über ein 12 jähriges Mädchen, das ihr Leben in einem Township in Südafrika selbst in die Hand nimmt. Wer dort an Aids erkrankt ist, muss befürchten von der Dorfgemeinschaft ver-stoßen zu werden. Als ihre Schwester stirbt und die Mutter immer schwächer wird, beschließt die Schülerin Chanda den Teufelskreis aus Scham und Ignoranz zu durch-brechen. Packendes und intensiv gespieltes Drama. 

Diesen packenden Film führen wir am Freitag, den 18.01.19 um 18:00 Uhr im Ringtheater Amberg auf. Weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.

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15.10.18

Heike Hagemann

Fotoabend Gambia “hautnah” in Dortmund vom 12.10.18

Am 12. Oktober 2018 habe ich die Eindrücke und Erlebnisse von unserer Reise im März diesen Jahres im Café Lebensart, Dortmund, präsentiert. Viele Fotos, kleine Filmchen und Geschichten haben bei den 60 Teilnehmern enormes Interesse erzeugt. Nachfolgend sehen Sie die auf einem Flip Chart skizzierte Agenda. Der Reisebericht ist auf der Vereinswebsite unter News zum Nachlesen eingestellt.

Die Trommlergruppe um Anke Filipiak, Leben mit Musik, hat den Abend sehr rhythmisch und stimmungsvoll begleitet.

Karin Neumüller, vom Vorstand, war extra aus Amberg angereist. Sie hat uns u. a. bei der Beantwortung der vielseitigen Fragen der Besucher tatkräftig unterstützt. Und meine Tochter Miriam hat nach Einweisung von Karin am Gambischen Tisch fleißig Holzschnitzereien und von unserer Schneiderei in Gambia genähte Artikel gegen Spenden abgegeben.

Die Mannschaft von Ina Oettinghaus, Vereinsmitglied und Inhaberin vom Lebensart Café, hat die Besucher mit vielen leckeren Kuchen und einer roten Linsensuppe verköstigt, sodass niemand hungrig heim fahren musste.

Und in ein paar Monaten folgt der 3. Teil. In diesem Sinne viele Grüße aus Dortmund,

Heike Hagemann

Die Schüler lauschen den Worten des Direktors..

15.10.18

Verena

Ein neues Schuljahr beginnt…

Auch in Gambia sind die langen Sommerferien nun zu Ende und der Schulalltag begann wieder. Die letzten Tage der Ferien wurden von den Hausmeistern, dem Schreiner und den Köchinnen noch fleißig genutzt, um Fliegengitter und Fensterrahmen der Klassenzimmer zu erneuern und die Klassenzimmer vom Staub der Ferien zu befreien. Auch der Koordinator Mr. Beyai half dabei mit und strich unermüdlich das Holz für die Fensterrahmen. Die meisten Mädchen und Jungen konnten den Start ins neue Schuljahr am 17.09. dann kaum erwarten und waren voller Stolz nun eine Klasse vorgerückt zu sein. Direktor Mr. Jatta begrüßte alle Schüler und Schülerinnen und erinnerte sie daran, wie wichtig gegenseitiger Respekt für einen gelingenden Schulalltag ist. Anschließend begrüßte der Direktor die Schulanfänger der Nursery 1, die gespannt mit ihren Eltern die Schule betraten. Nachdem Mr. Jatta einige Regeln der Schule erklärte und auf die Wichtigkeit von Pünktlichkeit und von ordentlichen Schuluniformen hinwies, wurden die Kleinsten den zwei Klassen zugewiesen und starteten ihren ersten Schultag. Voller Stolz verließen sie am Ende des Schultages das Schulgelände mit den neuen Uniformen, die bereits vor den Ferien am SkillCenter genäht wurden.  Inzwischen ist bereits wieder Alltag eingekehrt und Schüler, wie Lehrer bemühen sich um ein gutes Lernen. Ab dem 01.10. wird die Schule auch wieder durch unsere zwei diesjährigen Praktikantinnen Laura und Hannah unterstützt. Ich habe mich sehr gefreut dieses Jahr den ersten Schultag an der Sannehmentereng Lower Basic School miterleben zu können und wünsche Laura und Hannah ebenso einen guten „Schulstart“ in Gambia.

Verena

(ehemalige Praktikantin)

Hutzelhoffest

25.09.18

Christine Weigl

Herzliches Willkommen auf dem Hutzelhof von unserem Verein

Der Verein „Socialis for The Gambia e.V.” freute sich erneut, vom Hutzelhofbauern wieder eine Einladung zum Hutzelhoffest am 16. 09.2018 zu erhalten. Gerne präsentierten engagierte Mitglieder und Vorstandszugehörige Produkte aus The Gambia.

Gegen Spende hatten Interessierte die Möglichkeit, Holzschnitzereien, Stoffe und andere Kleinigkeiten in Ihren Besitz zu bringen. Gerne werden auch besondere Geschenke bei unseren Ständen ausgesucht. Talentierte Gambier schnitzen Holzfiguren die z.B. ein bleibendes und auch ansprechendes Geschenk an Brautpaare sind. Besonders freut sich der Verein darüber, dass viele Nähprodukte, die am Stand feilgeboten werden, von den in Ausbildung stehenden Näherinnen der vereinseigenen Skill-Center in Brufut und Sintet stammen. Die Näherinnen selbst sind besonders stolz, wenn sie ihre Arbeiten zu uns nach Deutschland geben können und damit auch ihre Dankbarkeit zeigen wollen. Haben Sie doch durch den Verein eine Perspektive, für ihren Lebensunterhalt durch ihre eigene Arbeit zu sorgen.

Das Interesse und die Spendenbereitschaft der Festbesucher war enorm und wir bedanken uns dafür herzlich bei Allen, die in irgendeiner Form mitgeholfen haben.

Unterricht in Brufut

18.09.2018

Adelheid Gonschorek

Prägende Vorerkundung in Gambia

Weil man gemeinsam mehr erreichen kann – unter diesem Leitspruch stand meine Reise nach Gambia im Mai. Ich arbeite ehrenamtlich für die NGO „Technik ohne Grenzen“, ein Verein, der sich die Verbesserung der Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern durch technische Lösungen zum Ziel gesetzt hat. Weltweit setzen wir Projekte in den Bereichen Wasser, Energie, Müllmanagement und technische Bildung um. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee der Zusammenarbeit zwischen Technik ohne Grenzen, Socialis for The Gambia und dem Rotary Club Amberg, um gemeinsam die Lebenssituation der Menschen in The Gambia zu verbessern.

Zwei Wochen war ich in Gambia, vom 18. Mai bis zum 02. Juni. Begleitet wurde ich dabei von Verena aus Rottenburg und Nash aus Kumasi, Ghana, die mit ihrem technischen Fachwissen das meine ergänzten. Diese Zeit verbrachten wir zur Hälfte in Sintet und zur Hälfte in Brufut, um die Schule und die Skill Centers mit Hinblick auf Wasser- und Energieversorgung, sanitäre Anlagen und Umgang mit Müll zu besichtigen. 

Während der ersten Woche in Sintet stellte sich sehr schnell heraus, dass die Wasserversorgung an dem Skill Center, aber auch im gesamten Ort, als großes Problem gesehen wird. Bei unserem Aufenthalt untersuchten und kategorisierten wir die verschiedenen Wasserquellen des Ortsteiles Fulakunda und ließen Wasserproben der verschiedenen Bohrlöcher im Wasserlabor analysieren. Wir besuchten in Sintet auch die Schule, das Krankenhaus und den Kindergarten, die Frauen des Dorfes zeigten uns ihren Gemeinschaftsgarten. 

Am Skill Center in Sintet wurden wir von Lehrern und Schülern willkommen geheißen. Wir waren an mehreren Tagen dort und besprachen mit dem Landwirtschaftslehrer Lamin S. Jammeh und dem Koordinator Samba Sowe die Bewässerungssituation der Felder der Landwirtschaftsschule sowie den Bedarf an besseren sanitären Anlagen. Zum Thema nachhaltige Toilettensysteme hielten wir auch einen Vortrag vor der Landwirtschaftsklasse. Die dort vorhandenen Toiletten sind in schlechtem Zustand. Bezüglich der Bewässerung der Felder ist das neue, tiefere Bohrloch aktiv und ermöglicht so ein Bewirtschaften der Felder durch die Landwirtschaftsklasse. Allerdings ist das Bewässerungssystem noch nicht ausreichend, um eine Bewässerung der gesamten vorhandenen Anbaufläche zu ermöglichen.  Es hat mich begeistert zu sehen mit welchem Interesse und Engagement die Lehrer dort trotz dieser Schwierigkeiten ihrer Arbeit nachgingen.

Die zweite Woche in Brufut war anders. Brufut ist wesentlich städtischer und touristisch geprägter. Wir besuchten dort die Schule und das Skill Center. Bei unserem Besuch an der Schule gaben wir, wie zuvor auch an der Schule in Sintet, Unterrichtslektionen zum Thema Wasserkreislauf. In einer Art Rollenspiel nahm jedes Kind seinen Platz ein, entweder als Berg oder Wald oder See oder Brunnen oder als eins von vielen kleinen Wasserteilchen. Sowohl wir als auch Kinder und Lehrer hatten sehr viel Spaß dabei. Die Schule und das Skill Center besaßen eine sehr freundliche Atmosphäre sowohl uns als ihren Gästen gegenüber als auch zwischen Lehrern und Schülern. 

Auch in Brufut sahen wir noch mehr und lernten das Leben der Gambianer besser kennen. Wir besuchten das Krankenhaus in Brufut, das einen Notstand an Medikamenten und Materialien hat und zudem die Problematik, dass kein ausreichendes System für die Entsorgung des teils infektiösem Krankenhausmülls vorhanden ist. Diesem Problem weiter folgend besichtigten wir die größte Müllhalde des Landes in Bakothe, wo wir schwelende Berge brennenden Mülls und Vögel bei der Futtersuche zu sehen bekamen. Es waren Eindrücke, die für mich als Deutsche ungewohnt und teils schwer einzuordnen waren. 

Nach diesen zwei Wochen in dem vielfältigen westafrikanischen Staat bin ich mit so vielen gegensätzlichen Eindrücken nach Deutschland zurückgekehrt, wie ich davor noch nie in einer so kurzen Zeit gesammelt hatte. Selten habe ich von einer Reise mehr mitgenommen an Weltverständnis und habe so tiefe Einblicke in eine andere Art zu leben bekommen. Es war ein abwechslungsreicher und inspirierender Aufenthalt dort, der die Zusammenarbeit von Socialis of The Gambia, Rotary und Technik ohne Grenzen in eine sinnbringende Richtung lenken wird.

Adehlheid Gonschorek

 

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07. April 2018

Lisa Brandt

Interhouse Competition – das sportliche Highlight des Schuljahres, nicht nur für die Schüler.

Per Zufallsprinzip wurden alle 618 Schüler und Schülerinnen von der Nursery 1 bis zur 6. Klasse, Lehrer, Wächter und Praktikanten, sogar die Auszubildenden des Skill Centers in Brufut den 4 Häusern (Kundas) rot, gelb, grün und blau zugeteilt. Eine wirklich nette Idee, um Klassenstrukturen einmal aufzubrechen und alle, die der Schulfamilie angehören, für ein gemeinsames Event zu motivieren. Und motiviert waren alle! So gab es in der Sportwoche kein anderes Thema mehr als „In welchem Haus bist du?“, „Blau gewinnt!“, sowie unzählige Diskussionen unter den Lehrern mit absurden Argumentationen für den Sieg des jeweiligen Hauses: „Grün! Schau dich doch mal in der Natur um. Alles grün!“

Nach 3 harten Trainingstagen und aufwendiger Verwandlung des Sandplatzes in ein echtes Sportstadion, war es am 22.03. so weit: 11. Interhouse Competition. Wir kennen ja die Stärke afrikanischer Läufer von großen Wettkämpfen aus dem Fernsehen – hier konnten wir auch sehen, wo die Basis dafür gelegt wird. Mit unglaublichem Ehrgeiz und Ausdauer sprinteten die Kinder für ihr Team barfuß im Sand von gambianisch geschätzten 80 m (Nursery) bis 800 m. Aufgelockert wurde der Wettkampf durch Disziplinen wie den Dreibeinlauf, bei dem jeweils 2 Kinder gemeinsam mit zusammengebundenem Innenbein liefen, beziehungsweise hopsten, Eierlauf (hier mit Limetten), Bälle aufsammeln, Wasserflaschen auffüllen, Reise nach Jerusalem. Überraschenderweise schaffte es beim Wassereimer auf dem Kopf tragen keines der älteren Mädchen ins Ziel, obwohl man das hier ja wirklich täglich auf den Straßen bei den Frauen bewundern kann.

Bis zur Mittagspause war es ein intensives Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem grünen und dem blauen Haus. Da nun alle länger auf das leckere Essen der Schulköchinnen warten mussten, entwickelte sich spontan eine fröhliche und ausgelassene Tanzparty der Kinder. Gestärkt ging es an die Staffeln. Doch plötzlich strauchelten die Kinder des blauen Teams, verloren den Staffelstab, grün wurde langsamer und so überrannte das rote Haus die beiden Kundas im wahrsten Sinne des Wortes. Zum Abschluss standen noch 2 Highlights für die Zuschauer auf dem Programm: „Wrestling“ und „Teachers Race“. Alle flippten beim Wrestling, bei uns vergleichbar mit Ringen, völlig aus, als einer der wenigen pummeligen Schüler mehr als überraschend zu Boden geworfen wurde. Die beiden Lehrerrennen, bei denen wir Praktikantinnen alle mit Spaß (und Erfolg) mitrannten, bildeten den Abschluss eines sehr intensiven, emotionalen und unvergesslichen Sporttages.

Lisa
(Praktikantin in Gambia)

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28. März 2018

Heike Hagemann

Eindrücke unserer Gambiareise im März 2018

Nachdem ich immer wieder mit leuchtenden Augen von der Gruppenreise Ostern 2017 erzählt habe, waren mein Mann Karsten Schulz und Marcus Zamecnik neugierig und wollten die Einrichtungen von Socialis for The Gambia selber vor Ort erkunden.

Gerne möchten wir mit unserem Bericht auch Sie infizieren und haben deshalb unsere ganz persönlichen Eindrücke und Erlebnisse zusammengefasst.

Direkt am Montag Morgen haben wir uns zu Fuß, mit einem Karton Federballspiele für die Kinder, auf den Weg gemacht zu unserer Schule Sannehmentereng und wurden herzlich von Mr. Jatta, dem Headmaster der Schule, begrüßt. Wir haben den neu angelegten Schulgarten bewundert, siehe hierzu auch den aktuellen Praktikantinnenbericht von Sarah und Nyara. Im Kreativhaus hat Waltraud Haid einen Tisch für eine erste Wundversorgung aufgebaut.

Dienstag haben wir unser Skill Center besucht und ich kann berichten, dass es hier jetzt ganz anders aussieht als im letzten Jahr. Die Friseurinnen haben nun einen Zugang zur Straße und auch die Schneiderinnen werden ihren Verkaufsraum fertig stellen, eine Umkleidekabine ist in Vorbereitung und ein Verkaufstresen steht auch schon bereit.

Die dringend benötigte Solaranlage wird im April eingebaut.

Wir haben uns sehr über die Einladung unseres Lehrers Ebriama Jallow zu sich nach Hause gefreut. Wir durften alles anschauen und seine Lebenssituation live miterleben. Zwei kleine Zimmer für 5 Personen, gekocht wird draußen. Trotz der wenigen Mittel plant er sein Leben indem er u. a. für ein eigenes Grundstück zahlt. Er kann stolz auf sich und seine Familie sein.

Hatab Beyai, unser Manager vor Ort und Waltraud Hain nehmen uns Mittwoch mit nach Sintet zu unserer Landwirtschaftsschule. Die Autofahrt ist für die beiden Neulinge schon spannend, am Straßenrand wird verkauft, gegrillt, es fahren Esel- und Pferdekarren, oft sehen wir sehr alte LKW‘s die liegen geblieben sind, Autoreifen werden einfach neben der Straße verbrannt.

Seit der Rundreise Ostern 2017 musste ich oft an unseren Besuch im Dorf Bintang denken. Auf dem Rückweg hat Hatab Beyai auf meinen Wunsch dort angehalten und mir persönlich damit eine große Freude bereitet.

Donnerstag haben wir uns dann wieder auf den Weg zur Schule gemacht, um das 11. Interhouse Competition Sportfest mitzuerleben. Die Kinder inklusive der Lehrlinge vom Skill Center waren in vier Gruppen (blau, rot, grün, gelb) aufgeteilt. Für Eierlaufen, Sackrennen, Staffellauf, Wasser tragen, Bälle aufsammeln und diverse kurze sowie lange Strecken gab es jeweils nach Einlauf Punkte, die an einer Tafel dokumentiert wurden.

Samstag Morgen sind wir dann mit dem Headmaster Mr. Jatta, Waltraud Haid, den Praktikantinnen Sarah und Nyara, der Studentin Theresia, der Lehrerin Lisa, sowie Köchinnen und Lehrern und natürlich 20 Kindern zum Independence Day der West Coast zum Nursery-Treffen gefahren. Auf dem Dach des Busses waren Brennholz, Kochtöpfe, Stühle usw. verstaut. 132 Schulen waren vor Ort und haben sich dort unter Begleitung eines Blasorchesters präsentiert. Dieses Fest mussten wir dann leider eher verlassen, da wir heute Abend wieder heim fliegen.

Meine persönliche Bitte, schauen Sie immer wieder mal im Internet auf die Wunschliste des Vereins, mit jeder noch so kleinen Spende unterstützen Sie das Bildungsniveau der neuen Generation und tragen somit zur Verbesserung der Lebensqualität und Selbstständigkeit der Menschen in Gambia bei.

In diesem Sinne, herzliche Grüße aus Dortmund, Ihre Heike Hagemann

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25. März 2018

Sarah und Nyara

Praktikumsbericht Sarah und Nyara

Da der Schulgarten in letzter Zeit wenig genutzt wurde und eher verwildert war, machten Mr. Jatta und wir uns zur Aufgabe mit der Hilfe der Schüler und einiger Lehrer diesen wieder neu anzulegen und zu bepflanzen. Nun wachsen wieder Tomaten, Salat, Zwiebeln und andere Gemüsesorten im Schulgarten und warten darauf geerntet zu werden.

Am Freitag den 2. März haben uns überraschend deutsche Ärzte in der Schule besucht. Sie kamen, um Kinder mit Wunden, Augen- sowie Haut- und anderen Problemen zu helfen. Als Unterstützung für die Mediziner sind wir von Klasse zu Klasse gegangen und haben Kinder mit jeglichen Verletzungen eingesammelt. Das meist gesehene Anliegen der Kinder waren Wunden, gefolgt von Augen- und Sehbeschwerden, Magenbeschwerden sowie einer Blasenentzündung. Die Ärztin und die beiden Medizinstudenten nahmen sich für jedes dieser Kinder einzeln Zeit. Da wir bis dato nichts von einem Arztbesuch aus Deutschland wussten, waren wir sehr positiv überrascht und fanden es sehr interessant und teilweise auch hilfreich, den Ärzten zuzuschauen.

In der Zwischenzeit sind nun auch Lisa und Theresa in Gambia angekommen, sodass wir nun einige Zeit zu fünft sind.

Am 12.03. war in Gambia ein besonderer Tag, an dem wir in der Schule teilnehmen durften: der Commonwealth Day. Da er im alten Regime viele Jahre nicht gefeiert wurde, wurden viele Vorbereitungen getroffen und alle freuten sich auf den besonderen Tag. Die einzelnen Klassen bereiteten alle einen Vortrag über verschiedene Länder (Nursery-Klassen) oder die verschiedenen Stämme Gambias (Klasse 1-6) vor. Am Montag durften sie ihre Vorträge dann präsentieren. Die Kinder tanzten, sangen und spielten kleine Sketche. Im Anschluss wurde gemeinsam gegessen und getanzt. Insgesamt war es ein schöner und erlebnisreicher Tag mit vielen Eindrücken und Spaß!

Sarah und Nyara

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18. März 2018

Verena

Mensch, bist du gewachsen!

Das ist mir bei meinem Besuch in Gambia nicht nur beim Anblick einiger Schüler durch den Kopf gegangen, sondern auch als ich das Skill Center in Sintet betreten habe. Seit meinem letzten Besuch im Jahr 2014 hat sich dort erstaunliches getan. Neben dem Gebäude der Schneiderei steht nun ein neuer Gebäudekomplex der Gärtnerei. Und die landwirtschaftliche Schule ist auf dem Grundstück nicht zu übersehen. In den zahlreichen Beeten wachsen unter anderem bereits Knoblauch, Kartoffeln und Tomaten. Allein der Wassermangel in Sintet schmälert die vielversprechende Tomatenernte. Hoffnungsvoll wird daher auf eine tiefere Bohrung des Brunnens gewartet, um den Tomaten und den übrigen Beeten wieder genug Wasser zukommen zu lassen.

Und auch an der Schule in Brufut verspricht der neu angelegte Schulgarten eine reiche Ernte an Zwiebeln, Salat, Aubergine und weiterem Gemüse, welches für die Schulspeisung eingesetzt werden kann. Die Schüler und Schülerinnen helfen dabei unermüdlich beim Bewässern und erlernen so ganz nebenbei landwirtschaftliche Fähigkeiten.

Letztendlich überraschte mich schließlich auch das Skill Center in Brufut mit einem neuen ‚Look‘. Durch das Öffnen der Mauern wurde ein Zugang zum neu eingerichteten Frisör-Salon ermöglicht. Dieser wird eigenständig von jungen Frauen betrieben, die ihre Ausbildung im Skill Center erfolgreich abgeschlossen haben. Und auch für die ausgelernten Auszubildenden der Schneiderei ist eine solche Hilfe für den Start in das selbstständige Berufsleben geplant, in Form des Schneiderei Shops am Skill Center.

Die Projekte in Gambia (und natürlich auch die Schüler) wachsen also unermüdlich weiter, und daher freue ich mich schon auf meinen nächsten Besuch vor Ort.

Verena
(ehemalige Praktikantin)

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26. Januar 2018

Heike Hagemann

Treffen in Dortmund

Mein Fotoabend in Dortmund im August letzten Jahres hat bei vielen Mitmenschen nicht nur einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, sondern es wurde auch fleißig gespendet und im Laufe der Zeit haben sich einige für eine Vereinsmitgliedschaft entschieden.

Am 26.01.18 haben sich die neuen Dortmunder Vereinsmitglieder sowie Unterstützer zum ersten Mal im Café Lebensart getroffen. Ich habe vom Gambischen Abend berichtet sowie einige aktuelle Fotos gezeigt, u. a. von der zusätzlichen Pumpe vom Wasserturm in Sintet, der neuen Mauer vor dem Friseur – und Schneidergebäude in Brufut sowie von den Nursery-Klassen. Ich freue mich sehr, eine ganz aktuelle Nachricht weiter zu geben, Herrn Dr. Jürgen Remmerbach hat uns mitgeteilt, dass der Rotary Club Dortmund Hörde die Solaranlage in Brufut mit 2.500 Euro unterstützten wird. Ich selber habe die Hitze im März 2017 auf der Gruppenreise erlebt und freue mich, dass im Skill Center und Praktikantenhaus in Brufut dann wieder Strom u. a. für die Ventilatoren zur Verfügung stehen wird.

Bei leckerem Winterpunsch und Kuchen haben wir dann noch gemeinsam überlegt, wie wir den nächsten geplanten Fotoabend noch besser gestalten könnten.

Sobald es Neuigkeiten aus Dortmund gibt, werden wir berichten. Bis dahin, viele Grüße von uns allen aus Dortmund.

Eure Heike Hagemann

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